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Spektroskopie

ICP-OES:

ICP-OES steht für optische Emissionsspektrometrie mittels induktiv gekoppelten Plasma (Inductively Coupled Plasma-Optical Emission Spectrometry). Dieses Verfahren ermöglicht die gleichzeitige Bestimmung vieler Metalle und einiger Nichtmetalle aus wässrigen Lösungen. Feste Materialien werden durch einen Säureaufschluss in Lösung gebracht und können somit ebenfalls auf ihre chemischen Bestandteile untersucht werden.

Typische Anwendungen sind:
  • Abwasseruntersuchungen im Spurenbereich
  • Analyse von festen Materialproben nach einem Säureaufschluss
  • Analyse von Metalllegierungen auf ihre chemische Zusammensetzung
  • Quantitative Analyse von Kunststoffproben hinsichtlich des Metall/Kationen-Gehalts aus Additiven
  • Schwermetall-Analyse von Holz, Staub und Bodenproben

Kaltdampf-Atomabsorptionsspektroskopie (AAS):

Mit dem Kaltdampf-AAS kann der Quecksilber-Gehalt von wässrigen Proben quantitativ analysiert werden. Feste Materialproben werden durch einen Säureaufschluss in Lösung gebracht und können somit ebenfalls untersucht werden.

Bestimmung des Quecksilber-Gehalts:
  • Im Bereich der Innenraumschadstoffe von Materialproben (Staub, Holz und Bodenproben)
  • Speichel und Wasser
  • Materialproben hinsichtlich der RoHS-Konformität

Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA):

Die RFA nutzt Fluoreszenzstrahlung zur Analyse. Es können Elemente von Natrium bis Uran in festen und flüssigen Proben nachgewiesen werden. Für die Analyse sollten die Proben möglichst eben sein. Die Messung kann mit einer Messfleckgröße von 0,3 mm bis 10 mm Durchmesser erfolgen.

Typische Anwendungen sind:
  • Schichtdickenmessungen z. B. von galvanisierten Kontakten
  • Messungen auf RoHS-Konformität
  • Kanzerogenitätsindex (KI-Index) von Mineralwolle

Infrarotspektroskopie (IR):

Die IR-Spektroskopie wird hauptsächlich zur Analyse von organischen Einzelverbindungen eingesetzt. Die gängigste Methode in der IR-Spektroskopie ist die ATR-Technik (ATR = Abgeschwächte Totalreflexion). Hierzu sollte die Probe ca. 2 mm² groß sein. Deutlich kleinere Proben können mit dem IR-Mikroskop analysiert werden, das an das IR-Spektrometer gekoppelt ist.

Dadurch sind zusätzliche Analysen im Reflexions- und Transmissionsmodus oder punktgenaue Messungen mit einem Micro-ATR Kristall aus Germanium möglich.

Durch den Vergleich des Spektrums mit der hauseigenen und kommerziellen Spektrensammlung können Proben genau identifiziert werden.

Typische Anwendungsgebiete sind:
  • Identifikation von organischen Partikeln/Rückständen
  • Bestimmung der Silikonfreiheit
  • Referenzanalyse von Fetten in Bauteilen
  • Zusammensetzung von Multilayer-Folien

UV/VIS-Spektralphotometer:

Das Zweistrahl-UV/VIS-Spektralphotometer dient zur Bestimmung der Konzentration farbiger Lösungen im sichtbaren (VIS = visible) oder im ultravioletten (UV) Bereich. Durch Erstellung von Kalibrierfunktionen kann die Farbintensität dieser Probenlösung der Konzentration der untersuchten Substanz in der Probenlösung quantitativ bestimmt werden.

Da viele Substanzen farblos sind bzw. eine UV-Aktivität aufweisen, werden sie durch Reaktion mit speziellen Reagenzien in farbige Produkte überführt. Durch geeignete Wahl der Reagenzien kann eine hohe Spezifität, d. h. nur die gesuchte Substanz bildet ein farbiges Produkt, erzielt werden.

Typische Anwendungen sind:
  • Untersuchung von wässrigen Lösungen auf Ammonium, Chlorid, Chromat (Chrom VI), Cyanid, Nitrit, Phosphat oder Sulfid
  • Untersuchung von Schleifkühlemulsionen auf Formaldehyd
  • Chrom(VI)-Bestimmung auf Metalloberflächen